Memoo

Kleve

Die Skulptur des „Toten Kriegers“ von Ewald Mataré stammt aus dem Jahr 1934. Sie war ursprünglich Teil einer größeren Anlage für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges und der „Bewegung“ – wie sich die Nationalsozialisten selbst nannten. Trotz prunkvoller Weihefeier und großer Rede von SA-Stabschef Viktor Lutze wurde das Monument von den Nationalsozialisten schon 1938 in aller Stille wieder abgebaut. Eine Arbeit Matarés, eine kleine Bronze-Katze, war bei der Ausstellung „Entartete Kunst“ 1937 gezeigt worden. Die Zur-Schau-Stellung so denunzierter Kunst war zwar nicht direkt verboten, aber nachdrücklich unerwünscht.

Teile der beim Abbau beschädigten Figur fanden sich 1977 eher zufällig wieder. Mit den schon vorher aufgetauchten Fragmenten konnte die Skulptur nun wieder zusammengesetzt werden. Diese Arbeit übertrug die Stadt Kleve einem ehemaligen Mataré-Schüler, Prof. Elmar Hillebrand. 1981 waren diese Arbeiten abgeschlossen und die Aufstellung an neuem Ort konnte erfolgen. Das Ensemble wurde 1984 durch zwei Texttafeln ergänzt, die den Gefallenen nun allgemein als Symbol gegen Unrecht und Gewalt bezeichnen.

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