Memoo
Kempen
Der jüdische Friedhof in Kempen wurde im Jahr 1809 angelegt. Damals gab es eine jüdische Gemeinde, die aus 32 Personen bestand. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden es immer mehr, so dass es notwendig wurde eine eigene Synagoge zu bauen. Auch eine jüdische Schule wurde gegründet.
Besonders eine Familie, die Kounens, spielten in Kempen eine wichtige Rolle. Isaak Kounen war ein reicher Seidenfabrikant. Er war gleichzeitig Vorsteher der Gemeinde und Mitglied des Stadtrates. Für seine Familie stellten die Steinmetze die größten Grabsteine auf. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die jüdische Gemeinde in Kempen wieder kleiner, zunächst durch freiwillige Abwanderung. Während der NS-Zeit wurden die Kempener Juden deportiert und die meisten ermordet.
Bemerkenswert ist ein neues Grab. Es ist das von Kurt Mendel. Er überlebte die Verfolgung und kehrte an den Niederrhein zurück. An Max Mendel, der im KZ Auschwitz starb, erinnert seit kurzem ein kleiner Stein.
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